122170.fb2 Die Mondmotte - читать онлайн бесплатно полную версию книги . Страница 9

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„Da gibt es nur eine Antwort“, sang der Waldkobold. „Eher würde ich im Kampf sterben. Diese Schande könnte ich nicht ertragen.“

„Wie sollte ich mit gebundenen Händen kämpfen?“ sang Thissell zurück. „Durch meine Schande konnte ich meinen Feind besiegen. Du gibst zu, daß dir strakh für diese Tat fehlt.

Ich habe mich als Held erwiesen! Ich frage, wer hier hat den Mut, das zu tun, was ich tat?“

„Mut?“ fragte der Waldschrat. „Ich fürchte nichts außer den Tod von den Händen der Nachtmenschen.“ Er trat einen Schritt zurück und spielte sein Doppelkamathil. „Tapferkeit, wenn dies dein Motiv war.“

Der Stallknecht spielte ein paar leise Akkorde auf dem gomapard und sang: „Nicht einer unter uns wagte das, was dieser maskenlose Mann getan hat.“ Die Menge murmelte Zustimmung.

Der Maskenmacher ging auf Thissell zu und sang zu seinem Doppelkamathil: „Bitte, Herr Held, tritt in meinen nahen Laden und ersetze diesen armseligen Fetzen durch eine Maske, die deiner Würde entspricht.“

„Bevor zu wählst“, ließ sich ein anderer Maskenmacher vernehmen, „Herr Held, schau dir meine Kreationen an!“

Verehrungsvoll näherte sich ein Strahlender Himmelsvogel.

„Ich habe eben ein üppiges Hausboot fertig. Siebzehn Jahre arbeitete ich eifrig daran. Gewähre mir das Glück, dieses herrliche Boot zu benutzen. Tüchtige Sklaven sind an Bord, dir zu dienen, auch angenehme Mädchen. Es gibt genug Wein und seidene Teppiche auf den Decks.“

„Danke“, antwortete Thissell und strich das zachinko mit Gefühl und Selbstvertrauen. „Mit Vergnügen nehme ich an.

Aber erst eine Maske!“

Der Maskenmacher stellte eine Frage mit dem gomapard.

„Würde der Herr Held einen Seedrachenbesieger als unter seiner Würde betrachten?“

„Nein, natürlich nicht“, sagte Thissell. „Ich finde, die Maske ist genau richtig. Wir werden sie jetzt besichtigen.“