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XIX
Margarethe Gänslein hatte gegen Morgen in aller Eile das Haus verlassen. Sie war bis zu diesem Zeitpunkt noch immer in ihrer Schreibstube gewesen, ohne einen Finger zu rühren. Nur dagesessen und nachgedacht hatte sie. Aber keiner ihrer Gedanken hatte einen befriedigenden Sinn ergeben, alles glich einem mehr als eigentümlichen Mysterienspiel. Und sie steckte mittendrin in dieser Aufführung, ohne jedoch den Sinn der von ihr vorzutragenden Passagen zu begreifen.
Das musste sich ändern, aber es konnte sich nicht ändern, wenn sie nur tatenlos abwartete. Eilig habe er es, die Stadt verlassen wolle er. Das hieß also, sie musste sich sputen, um den kleinen Mann ein letztes Mal abzufangen und ihn nach dieser bereits von Regine angedeuteten »bösen Geschichte« auszufragen. Sie hatte das Recht dazu. Immerhin war sie die Witwe Reinold Gänsleins, der bei alldem, was sich hier hinter Margarethes Rücken zutrug, eine entscheidende Rolle zu spielen schien, und das, obwohl er nicht mehr lebte. Margarethe wollte Klarheit.
Aus diesem Grund also hatte sie sich lange vor der Morgendämmerung allein auf den Weg in die Südstadt gemacht. Sie lief hastig, wollte keine weitere Zeit sinnlos verstreichen lassen und hoffte inständig, dass er noch in seinem krummen Häuschen damit beschäftigt war, seine Siebensachen zu packen. Die Straßen waren menschenleer, vereinzelt jedoch konnte man bereits Lichter hinter den verschlossenen Läden brennen sehen. Bald würden sich die Ersten an ihr Tagwerk machen, noch aber war Margarethe Gänslein allein in den Straßen Hamelns unterwegs. Selbst die Bettelleute hatten bei der eisigen Kälte, die in dieser Nacht herrschte, an irgendwelchen verborgenen Orten Unterschlupf gesucht. Ja, nicht einmal streunende Hunde und Katzen kreuzten Margarethes Weg, was jedoch weniger an der Kälte lag als vielmehr an den Experimenten des Alchemisten Vinsebeck, zu dessen Heim sie nun eilte.
Überall konnte man den beißenden Rauch der Feuerstellen riechen. Er stammte sicherlich aus den Backhäusern in der Bäckerstraße, denn dort wurde schon seit einigen Stunden fleißig gearbeitet. Zudem stieg bei diesem Frost schwarzer Qualm auch des Nachts aus den Schornsteinen der Reichen und aus manchen Rauchlöchern der Armen auf, vorausgesetzt, Letztere verfügten über genügend Brennmaterial. Immeke und Johanna waren ebenfalls von ihrer Herrin angehalten worden, drei- bis viermal in der Nacht die Kamine zu versorgen, denn Margarethe hasste es, des Morgens in ihrem eigenen Hause frieren zu müssen. So war sie also in diesem Winter längst an den stets präsenten, rußigen Geruch gewöhnt, der ihr auch nun wieder in die Nase stieg. Er störte sie nicht, und sie dachte sich nichts Ungewöhnliches dabei – nicht, solange sie nicht in die kleine Mauergasse abgebogen war, in welcher das Apothekerlein lebte.
Dort nämlich brannte es.
Vinsebecks Haus stand in Flammen.
Zumindest aus dem oberen Stockwerk schlugen feurige Zungen und erhellten die noch immer im Dunkel der Nacht liegende ärmliche Gasse.
Margarethe schlug sich die Hand vor den Mund, um nicht zu schreien. Sie konnte sich selbst nicht erklären, warum sie es sich verbot, laut Alarm zu schlagen. Stattdessen lief sie rasch und allein zur Eingangstüre des brennenden Häuschens und fand sie zu ihrer Überraschung geöffnet. Die Offizin war unversehrt, das Feuer offensichtlich oben ausgebrochen, dort, wo sich die privaten Gemächer Hans Vinsebecks befanden.
Eilig stürzte Margarethe zur schmalen Stiege, die sich verborgen hinter einem mit Gläsern und Krügen gefüllten, wackeligen Holzregal befand. Nur ein einziger Gedanke schoss ihr durch den Kopf: Selbstmord.
Sie hätte es ahnen müssen, als er zu ihr kam, um sich zu verabschieden. Er war so seltsam ruhig gewesen, so sehr mit sich und seiner in Trümmern liegenden Welt im Reinen.
Wie konnte sie nur derartig dumm sein? Wieso hatte sie wieder einmal nur an sich gedacht? Jetzt war es zu spät.
Gerade hatte sie die ersten beiden Stufen erklommen, da wurde Margarethe plötzlich und unerwartet von hinten brutal am Arm gepackt und zurückgerissen. Noch bevor sie aufschreien konnte, legte sich eine Hand fest auf ihren Mund.
Das kann niemals der Zwerg Hans Vinsebeck sein, war alles, was sie dachte. Dann wurde ihr schwarz vor Augen.
»Das muss der Zwerg Hans Vinsebeck sein«, sagte der Braugeselle ruhig, als er auf die winzige verkohlte Leiche schaute, die in den dampfenden Resten der Apotheke gefunden worden war.
Der junge Lehrbursche neben ihm konnte sich nicht so gut beherrschen und gab sein spärliches Frühstück wieder von sich, woraufhin er eine schallende Ohrfeige von dem Gesellen empfing.
»Stell dich nicht so an!«, brummte dieser nur und verließ die niedergebrannte Ruine. Der Junge hingegen blieb. Seine Neugier war größer als das Grausen, oder besser, gerade wegen des Grausens war seine Neugier so groß, dass er nicht anders konnte, als auf die schwarzen, menschlichen Überreste zu starren, welche in dem eingestürzten Bett des kleinen Apothekers lagen.
Den komischen Gnom hatte das Feuer im Schlaf überrascht. Nun war er tot, und offenbar hatte er sich nicht einmal gegen das Sterben gewehrt. Denn obwohl er pechschwarz und noch kleiner und verschrumpelter war als sonst, so wirkte er dennoch friedlich auf den Jungen. Ja, ganz so, als habe er dieses Schicksal geduldig erwartet. Der Bursche ging noch ein wenig näher auf die Leiche zu, um sie genauer in Augenschein zu nehmen.
Der Zwerg hatte sämtliche jungen Leute der Stadt schon seit deren frühen Kindheitstagen fasziniert. Er war hässlich, lustig und geheimnisvoll, man hatte ihm Schimpfnamen gegeben und ihm üble Streiche gespielt. Doch wirklich in seine Nähe gewagt hatte man sich nie. Nun bestand also endlich einmal die Möglichkeit, sich diese Missgeburt von Nahem anzuschauen.
Von seinem Kopf war nicht mehr viel übrig, aber der Rest des kleinen Leibes war recht gut erhalten. Große Füße hatte er im Verhältnis zu seinem Körper. Das konnte man selbst jetzt noch erkennen. Und auch die Hände waren riesig. Regelrechte Pranken. Lag das am Feuer? Hitze veränderte die Größenverhältnisse des Körpers, das hatte der neugierige Junge von seinem vielgereisten Vetter erfahren, welcher schon einmal dem Flammentod einer Zauberin beigewohnt hatte.
Der Bursche nahm nun vorsichtig von den nur noch wenig Vertrauen erweckenden schwarzen Dielen einen langen Nagel hoch und stocherte mit diesem an Vinsebecks Händen herum. An andere Stellen des toten Körpers wagte er sich nicht heran. Man konnte sogar noch die langen, selten geschnittenen Nägel erkennen. Heiß war das Feuer also nicht gewesen, nicht so heiß, wie es gemacht wurde, um Hexen und Ketzer zu verbrennen. Seine Finger waren alle erhalten.
Aber was war mit seinen Daumen geschehen?
Wieso hatte die Leiche keine Daumen mehr?
»Was machst du da, Veit Dummfratz?«, vernahm der Junge nun hinter sich die Stimme des Gesellen. Er war mit zwei anderen zurückgekehrt, um die sterblichen Überreste zu bergen. »Der faule Tropf, glotzt lieber tote Krüppel an, als endlich mal ein Weib in Augenschein zu nehmen. Wäre längst an der Zeit, kleiner Schlappschwanz.«
Und während der Geselle eine mehr als unanständige Geste mit seinem Unterleib machte, brachen die beiden anderen anwesenden Männer in schallendes Gelächter aus. Der Lehrjunge Veit hingegen blieb still, blickte beschämt zu Boden, lief rot an und beschloss, lieber nichts über seine Beobachtungen an der Leiche des Hans Vinsebeck zu erzählen. Er wollte sich ja nicht noch weiterem Gelächter aussetzen.
»Was ist geschehen? Ist er tot?«
»Ich habe Euch doch gesagt, dass Ihr in meinem Kämmerlein bleiben sollt, Margarethe. Die Geschwätzigkeit meiner Mitschwestern ist, auch wenn Ihr das nicht glauben wollt, um einiges größer als die meine. Was, wenn eine von ihnen Euch hier sieht?«
Die Begine Regine führte die noch immer rußbeschmierte und völlig zerzauste Margarethe Gänslein unter Anwendung sanfter Gewalt zurück in die kleine, holzvertäfelte Kammer des Beginenhofes und wies sie an, auf dem einfachen, mit Stroh gefüllten Bett Platz zu nehmen.
»Wie geht es Euch?«, fragte Regine mit ungewohnt sanfter Stimme.
»Gut«, log Margarethe. Sie war gerade erst aus einem totenähnlichen Schlaf erwacht und konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, wie sie ausgerechnet hierhergelangt war. Hierher, in die enge Gasse zwischen Bäckerstraße und Münsterkirchhof, wo sich das Heim der armen Laienschwestern von Hameln befand. Und nicht nur das: Ausgerechnet in der Kammer der Begine Regine war sie erwacht.
»Warum seid Ihr gestern Nacht zu mir gekommen, Margarethe?«, fragte Regine. Sie stand groß und schwer vor der wie ein Häufchen Elend auf der Bettkante hockenden Kaufmannswitwe. Margarethe blickte zu ihr hoch und schüttelte langsam den Kopf.
»Bin ich das? Ich kann mich nicht erinnern.«
»Ihr standet vor dem Haus und habt leise, aber wiederholt nach mir gerufen. Ihr könnt von Glück sagen, dass nur ich es vernommen und Euch eingelassen habe.«
Ein wenig dämmerte es Margarethe nun. Sie war wirr durch die Gassen der Südstadt getaumelt, es war dunkel gewesen, ihr Kopf und ihre Glieder hatten geschmerzt. Sie hatte nicht gewusst wo sie war, bis sie schemenhaft das Haus der Beginen erkannt hatte. Es war ihr wie ein Geschenk des Himmels erschienen, und die bald in der Tür auftauchende Gestalt der Regine war für sie niemand Geringeres als die leibhaftige Mutter Gottes gewesen. Aber hatte sie nach ihr gerufen? Daran erinnerte sie sich nicht, obgleich sie sich besann, dass es viele Fragen gab, die sie Regine und auch Vinsebeck stellen musste.
Vinsebeck. War er tot?
»Was ist mit ihm?«, fragte sie, sich nun hastig erhebend.
»Ihr sprecht von dem Apotheker Vinsebeck, nicht wahr?«, fragte Regine traurig und wies Margarethe an, sich zusammen mit ihr wieder hinzusetzen. »Wart Ihr etwa in seinem brennenden Haus? Euer Zustand ließe das vermuten.«
»Ich wollte ihm einige Fragen stellen.«
»Mitten in der Nacht?«
»Er hatte mich einige Stunden zuvor aufgesucht, um mich zu warnen, ähnlich wie auch Ihr es getan habt. Ist er nun tot? Antwortet mir endlich.«
»Ja, das ist er. Die Kunde verbreitete sich vor weniger als einer halben Stunde. Er ist in seinem Bett verbrannt. Ein Unglück war es. Ein Glück jedoch, dass das Feuer nicht auf weitere Häuser in der engen Gasse übergesprungen ist und noch mehr Schaden angerichtet hat.«
Ungläubig starrte Margarethe der Laienschwester ins Gesicht. Nur langsam setzte sich die Gewissheit, dass der gutmütige, lustige Geselle nun für immer von dannen gegangen war. Ein Unglück also, ein Versehen. Aber konnte das wahr sein?
Margarethe versuchte angestrengt, sich zu erinnern. Sie wusste noch, dass er sie besucht hatte, sie wusste, was sie geredet hatten, sie wusste auch, dass sie dann zu ihm gelaufen war und dass sein Haus in Flammen stand, als sie ankam. Sie erinnerte sich, wie sie das Haus betreten hatte. Doch dann rissen die Erinnerungen ab. Das Nächste, was ihr ins Gedächtnis kam, war, wie sie unter Schmerzen und mit wirrem Geist durch die Gassen zum Beginenhaus irrte. Was aber war in der Zwischenzeit geschehen?
Ihr Kopf wollte fast zerspringen, so sehr bemühte sie sich nachzudenken. Es hatte keinen Sinn, Schmerzen und Unwohlsein verwirrten Margarethe den Verstand. Alles um sie herum begann erneut zu verschwimmen, zudem packte sie jetzt ein trockener Husten und schüttelte sie so sehr, dass sie sich wieder auf das Bett niederlegen musste.
»Ihr habt zu viel Rauch eingeatmet, meine Gute. Ruht Euch aus«, vernahm sie wie von ferne die Stimme Regines. »Ich werde frisches Wasser holen. Ihr solltet viel trinken, und gewaschen werden müsst Ihr ebenfalls. In einem solchen Zustand dürft Ihr niemandem unter die Augen treten. Es soll ja keiner Verdacht schöpfen, wo Ihr in der letzten Nacht gewesen seid.«
Was hatte die Begine da gesagt?
Hatte Margarethe richtig gehört?
War das möglich?
Hatte das Schwätzweib wahrhaftig vor, Stillschweigen über das nächtliche Auftauchen der Kaufmannswitwe im Hause der Laienschwestern zu bewahren?
Margarethe versuchte mühsam, sich im Bett aufzurichten. Es galt, die Fassung zu wahren – oder besser, zurückzugewinnen. Sie musste wieder klar werden. Und tatsächlich ging es ihr ein wenig besser, nachdem sie eine nicht geringe Menge schwarzen Schleims in ihren Rock gehustet und gespuckt und sich mit selbigem den Mund abgewischt hatte. Ja, das war besser, aber dennoch: In einem solch erbärmlichen Zustand war sie nie zuvor in ihrem Leben gewesen.
Und noch immer konnte sie sich nicht erklären, wie all das geschehen war. Es musste ein böser Traum sein.
Vinsebeck verbrannt, und sie hier? Verwahrlost in der Obhut einer Frau, mit der sie bislang nichts als Verachtung und Misstrauen verbunden hatte?
In diesem Moment kehrte Regine zurück ins Zimmer, einen großen Krug und ein graues, zerfranstes Tuch in den Händen. Sofort gab sie Margarethe zu trinken, die gierig das kühle Wasser ihre trockene, verbrannte Kehle hinunterspülte.
»Ich glaube Euch, Margarethe«, sagte Regine, während sie mit dem angefeuchteten Tuch behutsam das rußige Gesicht der Kaufmannswitwe zu säubern begann. »Obgleich Eure Geschichte nicht wahrhaftig klingt, glaube ich Euch. Ihr habt weder mit dem Feuer noch mit dem tragischen Tod des Meisters Vinsebeck zu tun. Es war Euer Unglück, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Deshalb sollten wir niemandem davon erzählen und zusehen, Euch möglichst heimlich in Euer Haus zurückzubringen.«
»Warum seid Ihr so freundlich zu mir?«, murmelte Margarethe etwas schwach und ungläubig.
»Ihr habt Euch stets in mir getäuscht, Margarethe. Ich mag meine Laster haben, aber ebenso vermag ich Gut von Böse zu unterscheiden. Vielleicht ist diese Gabe sogar meiner sündhaften Neugierde zu verdanken. Ohne sie hätte ich nicht derlei viele Erfahrungen gesammelt und mir nicht ein derlei ausgefeiltes Bild über so manchen Zeitgenossen machen können.«
»Und so habt Ihr Euch auch ein Bild von meinem Gatten gemacht.«
»Ja. Von ihm und von Peter Hasenstock, denn beide haben viel gemeinsam.«
»Was meint Ihr damit, Regine? Ich verstehe es nicht. Auch Vinsebeck sprach in derlei Rätseln, und nun ist er tot.«
»Glaubt Ihr etwa, dass es kein Unglück war?« Regine hielt in ihrer Arbeit inne. Sie war soeben dazu übergegangen, Margarethes verschmutztes Kleid abzuklopfen.
Diese zuckte bekümmert mit den Schultern.
»Dann war er es«, sagte die Begine, den Blick stumpf auf die Wand gerichtet.
»Wer?«
»Hasenstock hat Vinsebeck aus dem Weg geschafft.«
»Ja, das ist möglich«, bestätigte Margarethe. »Aber nun sagt mir endlich, was er und Reinold gemeinsam hatten.«
Regine räusperte sich mehrmals, bevor sie sehr leise, fast unverständlich murmelte: »Sie hatten eine Frau gemeinsam. Und ein Kind gab es ebenfalls.«
»Das kann nicht sein«, rief Margarethe entrüstet und erhob sich so rasch, dass ihr schwarz vor Augen wurde. Dennoch fing sie sich und sagte nur: »Ich danke für Eure Gastfreundschaft und Verschwiegenheit, gute Frau, aber ich muss nun nach Hause gehen.«
»Erlaubt mir, Euch zu begleiten«, rief Regine ihr nach.
»Vielen Dank, aber das wird nicht nötig sein«, gab die Gewürzhändlerin entschieden zurück, während sie bereits auf der dunklen Stiege nach unten verschwunden war.
Sie nahm den Weg durch eines der vielen Schlupflöcher der Stadtmauer und ging den weiten Weg an der äußeren Seite der Mauer herum, um im Norden durch ein weiteres Schlupfloch wieder in die Stadt zu gelangen. Von hier aus war es zum Pferdemarkt und zu ihrem Haus nicht mehr weit. Sie erreichte es von der Rückseite, von der Emmerngasse aus, indem sie sich zwischen den eng an eng gebauten Häusern vorbei in den eigenen Hinterhof schlich.
Niemand hatte sie bislang gesehen, und niemand sollte sie jetzt sehen, wenn sie das Haus durch die Hintertüre betrat. Heimlich wollte sie sich in ihre Kammer schleichen, sich waschen, umziehen, frisieren und den Tag beginnen wie jeden anderen. Auch wenn dieser Tag nicht wie jeder andere sein würde, denn ihr Freund Vinsebeck war tot. Und Margarethe glaubte zu wissen, warum er hatte sterben müssen.
Der Zwerg war im Weg gewesen. Er war einem ganz bestimmten Menschen im Weg gewesen.
Und gegen diesen Menschen galt es nun einen Kampf vorzubereiten. Das hatte Margarethe auf ihrem einsamen Weg um die Stadt herum entschieden.